Glossar2016-10-26T13:32:39+00:00

Fachglossar Ernährung

Die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA) dient der Bestimmung der Körperzusammensetzung.
Die analysierten Körperbausteine sind im Einzelnen:

•    Körperwasser (TBW), Total body water
•    Fettfreie Masse (FFM), Fat free mass
•    Magermasse (LBM), Lean body mass
•    Fettmasse (FM), Fat mass
•    Körperzellmasse (BCM), Body cell mass
•    Extrazelluläre Masse (ECM), Extracellular mass

Die international vereinbarte Standardisierung für die BIA setzt eine definierte Messpositionierung voraus. Die Person liegt auf dem Rücken entspannt in der Waagerechten und die Gliedmaßen sind vom Rumpf leicht abgewinkelt. Die Platzierung der Klebeelektroden ist genau einzuhalten.

Unter Blutzucker versteht man die Höhe des Glukoseanteils im Blut. Glukose ist für uns ein wichtiger Energielieferant.
Insbesondere das Gehirn, die roten Blutkörperchen und auch unser Nierenmark sind zur Energiegewinnung auf Glukose angewiesen. Glukose selbst ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und ist somit der Energieversorger unseres Gehirns.
Ist unser Blutzuckerwert dauerhaft erhöht, kann eine Erkrankung in Form von Diabetes mellitus vorliegen.
Eine Unterzuckerung vermindert die Hirnleistung, kann Krampfanfälle, eine vermehrte Adrenalinausschüttung oder auch Schweißausbrüche verursachen. In extremer Form führt die Unterzuckerung zum Schock.

Der Body-Mass-Index (BMI)  ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße.
Der BMI ist lediglich ein grober Richtwert, da er weder Statur und Geschlecht noch die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse aus Fett- und Muskelgewebe eines Menschen berücksichtigt.

Für Sportler sollte er unseres Erachtens gar keine Anwendung finden!

 KategorieBMI (kg/m²) 
Starkes Untergewicht<16Untergewicht
Mäßiges Untergewicht16-17Untergewicht
Leichtes Untergewicht17-18,5Untergewicht
Normalgewicht18,5-25Normalgewicht
Präadipositas25-30Übergewicht
Adipositas Grad I30-35Adipositas
Adipositas Grad II35-40Adipositas
Adipositas Grad III>40Adipositas

Früher auch als „honigsüßer Durchfluss“ bezeichnet, stellt die Erkrankung Diabetes mellitus eine Stoffwechselkrankheit dar.
Ein Hauptsymptom ist die hohe Ausscheidung von Zucker im Urin.
Es gilt zwei wichtige Krankheitsformen zu unterscheiden:

Diabetes Typ-1: Hier ist es durch eine Autoimmunerkrankung oder anderen Dingen zu einer Zerstörung bestimmter Zellen in der Bauchspeicheldrüse gekommen. Die Folge ist in der Regel ein absoluter Insulinmangel.

Diabetes Typ-2: Hier ist die häufigste Ursache eine anhaltende Insulinresistenz, die am Ende dazu führt, dass die Bauspeicheldrüse Ihre Arbeit ganz oder beinahe einstellt. In den meisten Fällen führt eine zu lang anhaltende, extrem zuckerhaltige Ernährung zu diesem Krankheitsverlauf.

Der Glykämische Index (GI) ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines Lebensmittels auf unseren Blutzucker.
Der Begriff des glykämischen Index wurde bereits in den 1980er Jahren im Rahmen der Diabetes-Forschung entwickelt.
Der glykämische Index gibt in Zahlen die Wirkung von Lebensmittel auf den Blutzzuckerspiegel an. Die Wirkung von 50 Gramm Dextrose (Traubenzucker) dient als Referenzwert (100).
Sie beruht auf der Basis eines Verzehrs von 50 Gramm Kohlenhydraten in einem Lebensmittel.
Im Allgemeinen wird folgende Einteilung verwendet:
•    Hoch ist ein GI größer als 70
•    Mittel sind GI-Werte zwischen 50 und 70
•    Niedrig ist ein GI kleiner als 50.

Die Glykämische Last (GL) ist die sinnvolle Erweiterung des glykämischen Indexes, denn sie berücksichtig auch die Kohlenhydratdichte eines Lebensmittel.
Deutlich wird das am Beispiel einer Möhre und eines Baguettes.
Die Möhre besitzt eine GI von 70. Um auf 50 Gramm Kohlenhydrate zu kommen, müssen 700 Gramm zu sich genommen werden.
Das Baguette hat ebenfalls einen GI von 70. Allerdings reichen 104 Gramm vom Baguette um bereits 50 Gramm Kohlenhydrate aufzunehmen.
Die Glykämische Last = Glykämischer Index x Kohlenhydratdichte
Im Beispiel der Möhren wäre die GL = 5,0, beim Baguettebrot jedoch bereits 33,6

Im Allgemeinen wird folgende Einteilung verwendet:

. Hoch ist ein GL größer als 20
. Mittel ist ein GL zwischen 11-19
. Niedrig ist ein GL kleiner als 10

Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon, das in der  Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es andere Körperzellen dazu anregt, Glukose aus dem Blut aufzunehmen.
Die Regulation der Konzentration von Glukose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden.
Insulin ist dabei das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Insulin kann man an dieser Stelle auch als Zellöffner bezeichnen.

Der JoJo-Effekt beschreibt die schnelle Gewichtszunahme, meist oft sogar oberhalb des Ausgangsgewichtes, nach einer Diät.
Er ist das typische Resultat von vielen Blitzdiäten.

Am anschaulichsten erklärt am Beispiel einer Mangeldiät oder Fastenkur:
Nehmen wir als Menschen ü̈ber einen längeren Zeitraum keine Energie zu uns, reagiert unser Körper extrem intelligent, er baut nach und nach den größten Energieverbraucher ab – unsere Muskeln. Das gewonnene Eiweiß wird in Energie umgewandelt. So singt auch der Grundumsatz, also die benötigte Kcal-Anzahl pro Tag, denn weniger Muskeln bedeutet auch weniger Grundumsatz. Kehren wir nach einer solchen Diät wieder zu den üblichen Ernährungsgewohnheiten zurück, dann kommen wir zu dem bekannten JoJo-Effekt. Man wiegt am Ende mehr also vorher.

Eine Kalorie ist die Maßeinheit für die Energie, die dem Körper aus Lebensmitteln zugeführt wird.
Die Kalorie (cal) oder Kilokalorie ist zwar eine veraltete Maßeinheit, wird im allgemeinen Gebrauch aber noch häufig verwendet. Im wissenschaftlichen Gebrauch wurde sie durch Joule (J) beziehungsweise KJ ersetzt.
Dabei entspricht eine Kalorie etwa 4,2 Joule. Eine Kilokalorie (kcal) dementsprechend 1000 Kalorien und ein Kilojoule entspricht 1000 Joule.
Anhaltswerte für wichtige Nährstoffe:
1g Fett = 9 kcal =  38 kJ.
1g Eiweiß =  4 kcal =  17 kJ.
1g Kohlenhydrate = 4 kcal = 17 kJ.
1g Alkohol = 7 kcal = 29 kJ.

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